Vor- und Frühgeschichte
Die Altsteinzeit
Gewissermaßen als Eckpfeiler und Begrenzung des uralten Durchgangsweges
im Alpenvorland war der Dunkelsteinerwald stets im wahrsten Sinne
des Wortes von "randlicher", aber strategisch und verkehrstechnisch
wichtiger Bedeutung. Als Rückzugs- und Sicherungsgebiet geht daher
die Siedlungstätigkeit auf sehr frühe Zeiten zurück. Aus der Altsteinzeit
- bis etwa in das 6. vorchristliche Jahrtausend - sind zwar keine
reichlichen, jedoch - abgesehen von den großartigen Funden in
der unmittelbaren Nachbarschaft in der Wachau - einige wenige
Funde vorhanden, die auf eine Besiedlung schließen lassen: etwa
in Statzendorf, Meidling oder Steinaweg bei Göttweig. Viel besser
ist die Jungsteinzeit - bis etwa in das 3. vorchristliche Jahrtausend
- zu fassen. Vor allem gegen Ende des Neolithikums wird die Funddichte
teils so stark, dass hier auf zahlreiche Siedlungsstellen, oft
in befestigter Höhenlage, geschlossen werden kann. Zu nennen sind
Fundorte in Sitzenthal, Haunoldstein, Obritzberg, Bergern, in
Rossatz, Gansbach, Kicking und Gerolding.
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Jugendsteinzeitliche Funde aus dem Heimatmusem
in Hafnerbach.
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Die Bronzezeit
Durch die Entdeckung und Verbreitung der Bronze erfuhr die Menschheit
einen weiteren Entwicklungsschub. Die Bronzezeit (bis etwa 800
v.Chr.) hat im Dunkelsteinerwald beispielsweise großartige Funde
in Unterwölbling zu Tage gebracht, man spricht sogar von einer
"Unterwölblinger Kultur". Immer wieder tauchen neue Spuren aus
dieser Zeit auf, die sich eher auf die fruchtbaren Randgebiete
des Dunkelsteinerwaldes verteilen.. Aus der folgenden Halsstattkultur
(Ältere Eisenzeit, bis etwa 400 v. Chr.) ist vor allem das Gräberfeld
von Statzendorf zu erwähnen, Einzelfunde sind aber auch aus dem
zentralen Dunkelsteinerwald zu bekannt.
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Die Kelten
Die folgende Jüngere Eisenzeit oder Laténekultur (bis etwa Chr.
Geb.) ist mit den Kelten als kulturtragendes Volk verbunden. Man
glaubt, dass mehrere Opfer- und Kultstätten im Dunkelsteinerwald
auf sie zurückgehen. Tatsächlich spricht vieles für sich, dass
heutige Kirchen und sakrale Kleindenkmäler auf ehemaligen "starken"
Plätzen der Kelten stehen. Zu Besuchen laden ein die "Sieben Marksteine"
bei Oberwölbling, deren Herkunft nicht geklärt ist, aber immer
den Kelten zugesprochen wird, oder der Keltenstein in Gerolding
oder der "Keltisch-megalithische Steinkreis in Geyersberg", ein
jüngster Nachbau eines Kalenderbauwerks und Nemethon-Heiligtums
der Kelten.
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Steinkreis in Geyersberg
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Die Römer
Eine wesentliche verkehrstechnische Bedeutung erlangte der Dunkelsteinerwald
in der Römerzeit (bis Ende des 5. nachchristlichen Jahrhunderts).
Die Donau war die Nordgrenze des römischen Reiches geworden, die
mit dem Donaulimes eine besondere Befestigung erfuhr. In der Wachau
konnte jedoch wegen der teils gewaltigen Steilwände keine Militärstraße
angelegt werden. Man versorgte die Wachposten an den wenigen freien
Anlandungsstellen in Aggsbach-Dorf, Bacharnsdorf und bei Rossatzbach
mit Zubringern aus dem Dunkelsteinerwald. Die Etappenstraßen von
Mautern nach Melk quer durch den Dunkelsteinerwald und an dessen
Außenrand hatten Zweigstraßen durch den Mitterbachgraben, das
Kupfertal und den Windsteiggraben zur Donau hin. Römische Gleisstraßen
sind noch im Kupfertal und bei Bergern zu verfolgen. Das wohl
schönste Relikt aus dieser Zeit ist die Römerbrücke bei Lanzing.
Da und dort sind noch römische Grab- und Altarsteine aus dem Marmorsteinbruch
von Häusling vorhanden, beispielsweise an der Kirche in Mauer
oder in Karlstetten.
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Römerbrücke
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Besiedlung im frühen Mittelalter
Im frühen Mittelalter kam es zunächst zur Polarisierung zweier
Volksgruppen, den Bayern und den unter der Oberhoheit der Awaren
zugewanderten Slawen. Aus ortsnamenkundlichen Forschung ist uns
dieses Nebeneinandersiedeln bekannt: Namen wie Pielach, Sierning,
Fladnitz, Kremnitz oder Ortsnamen wie Palt, Höbenbach, Wölbling,
Grünz, Gansbach werden von slawischen Bezeichnungen abgeleitet.
Die bayerische Besiedlung erfolgte von außen nach innen, gekennzeichnet
durch Ortsnamen mit -ing, wie Afing, Greilling, Heitzing. Im 8.
Jahrhundert beginnen bereits schriftliche Quellen das Gebiet des
Dunkelsteinerwaldes zu "erhellen". 777 übergab Herzog Tassilo
seiner Stiftung Kremsmünster die Familie eines hörigen Slawen
im Grunzwitigau, der am Ostrand des Dunkelsteinerwaldes im Bereich
des oberen und mittleren Fladnitzbaches lag. Der Ortsname Grünz
ist eine direkte Herleitung von Grunzwiti.
Nach dem Sieg über die Awaren verstärkte sich die bayerisch-fränkische
Besiedlung, die wiederum in den Ortsnamen Karlstetten und Gerolding,
vermutlich von Grenzgrafengeschlechtern übernommen, dokumentiert
ist. Eine bekannte Festung am Kirchenhügel von Obritzberg oder
die Kirchenfestung von Oberwölbling sowie die Bezeichnung Wachtberg
zwischen Karlstetten und Obritzberg sind deutliche Hinweise auf
die Grenzfunktion dieses Raumes. Der Dunkelsteinerwald ist in
seiner strategischen Bedeutung von den karolingischen Grenzgrafen
offenbar ebenso genutzt worden wie von den Römern. Schenkungen
an Bistümer und Klöster sicherten die Missionierung und Kultivierung
dieses Raums. Vom Kloster Kremsmünster im Grunzwitigau haben wir
schon gehört, Oberwölbling kam in den Besitz des Salzburger Domkapitels,
Unterwölbling in die Hand des Salzburger Frauenstiftes Nonnberg.
Aus der Wachau reichten die Besitzungen des Bistums Passau in
Schönbühel, die des Klosters Niederaltaich in Aggsbach, des Salzburger
Bischofs in den Arnsdörfern, der Besitz des Klosters Metten in
Rossatz bis in den Dunkelsteinerwald herein. Man erfährt von Kulturarbeit
der Salzburger Untertanen im Gebiet um Maria Langegg. Nach der
furchtbaren Niederlage des deutschen Heeres bei Preßburg im Jahre
907 fiel das Land an die Ungarn, die jedoch die alten Strukturen
aufrecht erhielten. Die ungarische Oberhoheit dauerte aber nur
wenige Jahrzehnte. Nach der Schlacht am Lechfeld (955) lebten
die alten Besitzverhältnisse wieder auf und das Kolonisationswerk
wurde fortgesetzt. Auch die Rodungsheiligen wurden in den Dunkelsteinerwald
"bemüht": Der hl. Zeno hat sich in Hafnerbach auf einem Stein
verewigt, ebenso wie der hl. Wolfgang als "Spatzenschreck" im
Wolfsteingraben.
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Ausbau der Herrschaftsstruktur im Hochmittelalter
Im Hochmittelalter wurde das Gebiet als Grenzgebiet abgesichert.
Kleinere und größere Erdwerke und Festungsanlagen, später zu Burgen
ausgebaut, wurden gegen die Feinde im Osten ausgerichtet und zu
Herrschaftszentren umfunktioniert. Große Herren errichteten für
ihre Untertanen Fluchtburgen und besetzten sie mit ursprünglich
Unfreien zur Burghut. Diese Waffenträger wurden zu Freien, zu
Rittern. Im Dunkelsteinerwald entstanden in den großen weltlichen
Einflussbereichen Grundherrschaften mit ihren größeren und kleineren
Burgzentren. Die Peilsteiner, die Stein, die Formbacher, die Kuenringer
hatten ihre Ländereien geschenkt oder verliehen bekommen und sicherten
diese mit ihrer Gefolgschaft. Am Eingang der Wachau entstand die
Feste Schönbühel. Der Aggswald im Westen des Dunkelsteinerwaldes
war bayerischer Lehensbesitz und als solcher über verschiedene
Erbgänge an die Kuenringer gekommen. In ihrem Bereich entstanden
die Aggstein, die Wolfstein, eine kleine Feste in Häusling, die
nur mehr als Ruinen erhalten oder völlig verschwunden sind. Im
Süden des Dunkelsteinerwaldes sicherten "feste Häuser", wie die
Osterburg, die Hohenegg, die Goldegg oder die Feste in Karlstetten
die Flanke des Hauptverkehrsweges durch das Alpenvorland. Am Ostrand
des Waldes entstanden Herrschaftszentren auf den Burgen Doppel
und Hausenbach bei Karlstetten, in Landersdorf bei Oberwölbling.
Spätere Schlossbauten wie beispielsweise in Mitterau, Pielachhaag,
am Gurhof und Grabenhof bei Gansbach, gehen teils auf frühere
kleine Herrschaftsmittelpunkte zurück. Die geistlichen Grundherrschaften
bauten Verwaltungszentren für ihre Besitzungen im Dunkelsteinerwald
im nahen Umfeld, in der Wachau und an der unteren Traisen, auf.
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Burgruine Aggstein.
Burgruine Hohenegg.
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Die ursprünglich geschlossenen Grundherrschaften um eine Feste
wurden im Laufe der Jahrhunderte aufgelöst und zerfielen in Streuherrschaften,
deren Untertanen in Ämtern zusammengefasst und von Meiern, Amtleuten
oder Richtern verwaltet wurden. Untertanen, d.h. ihre Abgaben,
waren zu Kauf-, Tausch-, Vererbungs- oder Mitgiftobjekten geworden,
so dass viele Herrschaften, die außerhalb des Dunkelsteinerwaldes
lagen, hier Grundbesitz erwarben. Diese grundherrschaftlichen
Verhältnisse sollten bis 1848, bis zur Abschaffung jeglicher Abhängigkeiten
und der Durchführung der Grundentlastung, dauern.
Die Kirche, vor allem das Bistum Passau, überzog unter
Mithilfe der großen Adeligen die Region mit einem Netz von
zunächst großflächigen Pfarren, das später durch Gründung von
Filialkirchen immer enger gezogen wurde. Die geistlichen
Grundherrschaften waren natürlich vordringlich am Ausbau der
seelsorglichen Betreuung beteiligt. Das 1083 gegründete Kloster
Göttweig schob durch Dotationen und Schenkungen seinen
seelsorglichen Einfluss bis an den Westrand des
Dunkelsteinerwaldes vor.

Pfarrkirche Mauer.
Auf "private" Gründung der Adelsfamilie der Maissauer ging die
Stiftung der Kartause Aggsbach (1380) zurück. Zurückgezogen lebten
hier zwölf Mönche in der Ruhe und Einsamkeit in Gebet und Askese
bis zur Aufhebung des Klosters unter Kaiser Joseph II.

Kartause Aggsbach.
Eine ebenso private Gründung ist das ehemalige Kloster Schönbühel
gewesen. 1666 wurden hierher Priester des Servitenordens berufen,
die in der Kirche die Betlehemgrotte und die zahlreichen Pilger,
die nach der Pestnot am Ende des 17. Jahrhunderts zur Verehrung
der hl. Rosalia strömten, betreuten. Aus Priestermangel musste
das Kloster vor wenigen Jahrzehnten aufgelassen werden.

Servitenkloster Schönbühel.
Große Bedeutung erlangte die Wallfahrt von Maria Langegg, die
ebenfalls vom Servitenorden betreut wurde. Die nach einer Krankenheilung
1605 errichtete Kapelle erfuhr durch den Zustrom der Gläubigen
einen großartigen Ausbau in der Barockzeit. Die Kirche "Maria
- Heil der Kranken" war bald zu einem viel besuchten Ort von Gebetserhörungen
und Wunderheilungen geworden. Tausende Pilger kamen jährlich zum
"Österreichischen Hilff- und Heylberg" nach Maria Langegg. Mit
den josephinischen Kirchenreformen ging die barocke Frömmigkeit
des Volkes und die Suche nach dem Heil in den Wallfahrten zurück.
Die wunderschöne Kirche und der Heilsort gerieten fast in Vergessenheit.
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In die neue Zeit
Der zentrale Dunkelsteinerwald war stets ein Rückzugsgebiet.
Die Entwicklung ging immer von außen, dem Durchzugsraum im Süden
und Osten sowie von der Donau im Westen und Norden nach innen.
Die Landwirtschaft dominiert seit es hier Siedlungen gab. Für
diese entwickelte sich in den Marktorten das Dienstleistungsgewerbe,
vom Händler, dem Schmied und dem Tischler bis zum Fassbinder,
Wagner und Seiler. Von den Ressourcen, den natürlichen Rohstoffen,
wurden sehr früh, schon in der Römerzeit, das Gestein in kleineren
und größeren Marmorsteinbrüchen genutzt. Dazu kam natürlich der
allgegenwärtigen Rohstoff Holz: Die Köhlerei, die Holzschuh- und
Schindelmacher, die Besenbinder und Korbflechter entwickelten
sich als bodenständige Gewerbe, letztere oft nur in den langen
Wintern als Hausgewerbe ausgeübt. Ein wunderschönes Relikt aus
der Zeit der handwerklichen Kleinbetriebe ist die wieder hergestellte
Hammerschmiede in Aggsbach-Dorf.

Hammerschmiede Aggsbach.
Im 18. Jahrhundert erkannte man die Bedeutung des Holzes, vor
allem als Massenprodukt zu Heizzwecken. Der Wald wurde nun forstwirtschaftlich
betreut und genutzt. In den Nebentälern zur Donau gab es sogar
kleinere Holzschwemmen. Die Scheiter wurden auf dem Wasserwege
in die Stadtzentren nach Wien und bis Budapest oder auf dem Landwege
in die umliegenden Städte und Märkte, wie beispielsweise nach
St. Pölten transportiert. Der größte Teil der Waldungen ist jedoch
in der Hand einiger weniger Großgrundbesitzer geblieben. Die Bauernhöfe
waren meist nicht übermäßig bestiftet. Mit Ausnahme der Weinhauer
und Bauern am Außenrand des Waldes lebten hier meist Kleinbauern,
Häusler und Keuschler so schlecht und recht vom Boden und vom
Taglohn. Mit der Revolution im Jahre 1848 änderte sich die Wirtschafts-
und Gesellschaftsstruktur völlig. Mit der Aufhebung der grundherrschaftlichen
Bindungen, mit den verkehrsmäßigen Erschließungen, mit den neuen
Verkehrsmitteln, den neuen Energierohstoffe, mit der industriellen
Produktion entstand auch ein neues Wirtschaftsdenken. Man ging
weg von der Eigenversorgung und über zur marktwirtschaftlichen
Denkweise. Die Rohstoffsuche für die Industrie wurde auch im Dunkelsteinerwald
fündig. Mehrere Graphitabbaue und die Braunkohle aus dem Wölblinger
Becken bestanden bis in die Zwischenkriegszeit. Die Sande des
Molassemeeres am östlichen Rand werden teils bis heute abgebaut.
Die im Umland entstandenen Industriebetriebe zogen die Bevölkerung
dorthin ab. Die Landflucht führte aber nicht zur Entvölkerung
der Region, dazu war hier die Geburtenrate zu hoch, jedoch zu
einer merkbaren Bevölkerungsabnahme.
Eine wesentliche Zäsur war das Ende des 2. Weltkriegs. Die Ostabdachung
des Dunkelsteinerwaldes war in den letzten Tagen des Krieges eine
heiß umkämpfte Front geworden. Deutsche wie russische Truppen
bezeichneten von diesem Schauplatz erbitterter Kämpfe den Höhenzug
als "Festung". Nicht einmal in den Türkenkriegen, auf die noch
da und dort Flurdenkmäler verweisen, wie das Türkentor im Kupfertal
oder die Türkenschanze bei der Bildföhrenkapelle bei Heitzing,
forderten einen derartigen Blutzoll und so viel Zerstörung wie
die letzten Tage vor dem Waffenstillstand vom 8. Mai 1945. Besondere
Erinnerung an diese furchtbare Zeit ist der Soldatenfriedhof in
Oberwölbling mit über 4000 begrabenen Gefallenen.

Soldatenfriedhof Oberwölbling.
"Nach dem Krieg" änderte sich mit der zunehmenden Verkehrserschließung
und einem modernen betriebswirtschaftlichen Denken die Wirtschaftsstruktur
neuerlich. In der Beschäftigung überwiegen nun die Nebenerwerbsbauern,
die in die Umlandgemeinden auspendeln. Die Landwirte der Randgebeiete
des Dunkelsteinerwaldes stellten sich vielfach auf Spezialproduktion
in der Viehhaltung, beim Wein- und Getreidebau um. Da und dort
entstanden mit viel Eigenintiative und Risikobereitschaft kleine
und mittlere Betriebe in allen Wirtschaftssektoren.
Mit der Änderung der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur änderte
sich auch das Aussehen der Siedlungen. Das Angebot neuer und günstiger
Baumaterialien ermöglichten jedem den Eigenheimbau. Die Dörfer
und Märkte "explodierten" oft ungeregelt nach Fläche und Häuserzahl.
Das Aussehen der einheitlichen alten Dorfstruktur, das sich der
Natur und einem überlieferten Formenschatz unterordnete, wich
einer Mischung aus individuellen Idealvorstellungen von Gestaltung
und Funktion, meist ohne Rücksicht auf die Umgebung, Lage im Gelände
oder auf die Notwendigkeit der Einbindung und Unterordnung unter
die Erfordernisse des gemeinschaftlichen Lebens innerhalb einer
Gemeinde.
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Reitclub Schloss Gurhof.
Waldlehrpfad
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Aus der Gegenwart in die Zukunft
Zwei Faktoren werden im Wesentlichen die Zukunft prägen: Das
in St. Pölten auf- und ausgebaute Zentrum Niederösterreichs und
die wirtschaftliche Umorientierung im Zuge des Übergangs zur Informationsgesellschaft.
Dazu nur einige Stichworte wie Qualität bei der landwirtschaftlichen
Produktion und Selbstvermarktung; statt Auspendeln Errichtung
von kleinen und mittleren Dienstleistungsbetrieben oder von Unternehmen
zur Herstellung "intelligenter" Produkte ohne besonderen Standortanforderungen;
Naherholung und Lebensqualität mit Wohnkomfort und die daraus
resultierende "Stadtflucht". Die Möglichkeiten und Chancen erfordern
jedoch auch Planung und Disziplin sowie die Zusammenarbeit zum
Gemeinnutz in der Region Dunkelsteinerwald.

Bauernladen für Putenprodukte.

Entspannen Sie bei einer Partie Golf.
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